kann man mit Demenz allein leben?

Immer mehr Menschen müssen mit der Krankheit Demenz im Alter rechnen, und so stellen sich viele die Frage: kann man mit Demenz allein leben? Eine berechtigte Frage, denn nicht jeder hat die Möglichkeit sich eine Altenpflege leisten zu können, und auch die staatliche Unterstützung in den Bereich Demenz ist ja mangelhaft.Dabei ist zu beachten, Männer mit niedrigem Bildungsniveau und unterdurchschnittlichem Einkommen erkranken im Schnitt sechs Jahre früher an Demenz als solche mit hohem sozioökonomischem Status. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung der Krankenkasse AOK Rheinland/Hamburg, die der „Welt“ vorab vorliegt.

kann man mit Demenz allein leben?

Auch für einen gesunden Menschen ist es wichtig, in einer Umgebung zu leben, wo er sich auskennt, seine sozialen Kontakte hat und ein Schwätzchen in den Geschäften halten kann. Wer allein ist und zunehmend vergesslich wird, ist daher besonders auf einen Raum angewiesen, in dem er sich seit vielen Jahren wohlfühlt und sich orientieren kann. In den Läden, Banken, beim Friseur und bei den Ärzten ist er Stammkunde beziehungsweise Patient.
Ein Umzug ist für demenzkranke Menschen belastend. Dazu kommt, dass ein Umzug in einen anderen Ortsteil oder in eine andere Stadt eine aufregende Angelegenheit ist, die eine komplette Neuorientierung erfordert. Für Demenzkranke ist dies extrem belastend. Wenn kein außergewöhnlicher Grund vorliegt, die Wohnung zu wechseln, ist es mit kleinen Hilfen möglich, dass der Demenzkranke relativ lange in seiner Wohnung bleiben kann.

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Orientierungshilfen für Demenzkranke anbringen

kann man mit Demenz allein leben?Damit der Demenzkranke in seinem Zuhause sicher ist, sollten die Unterstützungsmaßnahmen regelmäßig seinen Bedürfnissen angepasst werden. Eine große Hilfe ist das Anbringen von Orientierungsschildern. Vergisst Ihr Angehöriger zum Beispiel häufig, welche wichtigen Gegenstände wo zu finden sind, beschriften Sie die Türen und Schubladen der Schränke in allen Räumen.
An der Wohnungstür können Sie einen farblich auffallenden Zettel in Augenhöhe über dem Türgriff anbringen, der ihn daran erinnert, den Schlüssel mitzunehmen. Wichtig ist auch die Kennzeichnung des Badezimmers mit der Toilette.

Stolperfallen beseitigen bei Demenzkranken

Weitere Sicherheiten bieten Ihrem demenzkranken Angehörigen eine stolperfreie Wohnung. Entfernen Sie Brücken, die besonders dick sind oder hochgebogene Ecken haben und ersetzen Sie sie durch flache anliegende Läufer oder durch einen kompletten Teppichboden.
Die Küche sollte ein rutschfestes Linoleum bekommen, das pflegeleicht ist und Feuchtigkeit verträgt. Im Bad muss der Boden mit rutschfesten Fliesen und einer ebenerdigen Duschkabine ausgestattet werden. Lassen Sie Türschwellen möglichst entfernen oder kennzeichnen Sie sie mit auffälligem Klebeband.

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Elektrische Geräte für Demenzkranke sichern

Eine Gefahrenquelle für demente Menschen sind auch elektrische Geräte. Ersetzen Sie das Bügeleisen durch ein Modell mit automatischer Abschaltung. Ein elektrischer Herd kann ebenfalls einen Brand auslösen. Dies lässt sich verhindern, wenn eine automatische Abschaltung mit Präsenzmelder eingesetzt wird, die den Herd im Notfall von der Stromzufuhr trennt und dadurch die Gefahr eines Küchenbrandes verringert.
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Sabrina K.
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